Business Model Canvas

Die Basis jeder erfolgreichen Unternehmung ist ihr Geschäftsmodell. Es beschreibt die Funktionsweise des Unternehmens mit dem Ziel der Gewinnerwirtschaftung auf einen Blick. Aber wie bringt man ein Geschäftsmodel einfach und schnell zu Papier?

Methode

Im Rahmen unserer Vorgehensmodells zur Erzielung Ihres Wettbewerbsvorteils nutzen wir zur Visualisierung Ihres Geschäftsmodells die Methode «Business Model Canvas». Es ermöglicht eine schnelle Analyse der Schlüsselfaktoren für Ihren Unternehmenserfolg. Der Ansatz basiert auf dem Buch «Business Model Generation» von Yves Pigneur und Alex Osterwalder. Es wurde über eine halbe Million mal verkauft und in 26 Sprachen übersetzt. Über 5 Millionen Menschen nutzen diesen Ansatz zum Beschreiben, Entwickeln, Hinterfragen, Erfinden und Verfeinern von Geschäftsmodellen.

Alex Osterwalder, Juni 2013 in Amsterdam. Image: Sebastiaan ter Burg

Schlüsselfaktoren

I. Wertschöpfung: Kunden- und öffentlichkeitsbezogener Bereich Ihres Unternehmens

  1. Kundensegmente
    Die wesentlichen Ziel- und Bedarfsgruppen des Unternehmens.
     
  2. Nutzen- und Leistungsversprechen
    Produkte, Dienstleistungen und Nutzen für die definierten Kundensegmente.
     
  3. Marketingkanäle
    Kanäle und Instrumente, über die das Unternehmen das Leistungsversprechen für den Kunden realisiert. Die Phasen des Akquisitionsprozesses: Bekanntheit, Auswahl, Kauf, Auslieferung und Kundendienst.
     
  4. Kundenbeziehungen
    Wesentliche Aspekte der Beziehung zu den definierten Kundensegmenten.
     
  5. Einnahmequellen
    Die wesentlichen Quellen für den Unternehmensumsatz.
     

II. Effizienz: Infrastruktur Ihres Unternehmens

  1. Schlüsselressourcen
    Die wichtigsten Wirtschaftsgüter zur Umsetzung des Geschäftsmodells.
     
  2. Schlüsselaktivitäten
    Die wesentlichen Tätigkeiten zur Umsetzung des Geschäftsmodells.
     

  3. Schlüsselpartnerschaften
    Die wichtigsten Lieferanten und Partnerunternehmen zur Umsetzung des Geschäftsmodells.
     

  4. Kostenstruktur
    Wesentliche Kostenblöcke zur Umsetzung des Geschäftsmodells.
     

Arbeitstool

Zur Visualisierung Ihres Geschäftsmodells auf nur einer Seite können Sie den Business Model Canvas nutzen. Das Arbeitsblatt kann auf der Webseite businessmodelgeneration.com kostenfrei geladen werden und ist unter Creative Commons lizensiert.

Alternativ steht auch eine App für das iPad zur Verfügung, die viel Spass macht. Damit kann man gleichzeitig auch erste Berechnungen der Profitabilität durchführen, um das Geschäftsmodell zu validieren .

Business Model Canvas in deutscher Sprache

Manchen Kunden ist es lieber, wenn sie mit einem Arbeitsblatt in deutscher Sprache arbeiten können. Daher haben wir für die Leser unseres Blogs eine Version des Business Model Canvas in Deutsch erstellt. Sie können diese kostenfrei hier laden und für die Arbeit mir Ihren Teams verwenden.

 Business Model Canvas in deutscher Sprache (based on Business Model Canvas by BusinessModelGeneration.com)

Business Model Canvas in deutscher Sprache (based on Business Model Canvas by BusinessModelGeneration.com)

Wir wünschen viel Spass und Erfolg mit Ihrem Business Model Design. Wenn Sie Unterstützung brauchen oder die Perspektive eines externen Sparingspartner einbringen möchten: wir sind gerne für Sie da.

Have an inspired day!
say-when.ch

Alex Osterwalder spricht bei Google in Mountain View über sein Buch «Business Model Generation: Ein Handbuch für Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer.»

Alex Osterwalder stellt vor: Business Model Canvas.

Ist Ihre Website bereit für die mobile Zukunft?

2013 wird es erstmals mehr Smartphones und Tablets geben als PCs und Notebooks. Das Internet wird schon bald mehrheitlich mobil genutzt. Ist die Website Ihres Unternehmens bereit für die mobile Zukunft?

Der Aufstieg von Smartphones und Tablets

Analysten wie Morgan Stanley Research gehen davon aus, dass Smartphones und Tablets in 2013 die Anzahl aller weltweit installierten PCs überholen wird. Beeindruckend, wenn man sich vor Augen hält, dass die aktuelle Dynamik erst vor etwa rund fünf Jahren mit dem Launch des iPhones so richtig ins Rollen kam. Und das Potenzial ist weitaus grösser: Weltweit gibt es derzeit insgesamt sechs Milliarden Mobiltelefone.

 

Smartphones sind wichtiger Teil unseres täglichen Lebens

Laut der Google Studie „Unser mobiler Planet: Schweiz“ nutzen 43% der Schweizer Bevölkerung Smartphones. 57% greifen täglich mit ihrem Smartphone auf das Internet zu und verlassen das Haus nie ohne ihr Gerät. Die Präsenz auf Smartphones ist für lokal tätige Unternehmen äusserst wichtig. 91% der Smartphone-Nutzer suchen mit ihrem Gerät nach lokalen Informationen und 90% werden aufgrund der gefundenen Suchergebnisse aktiv, etwa in Form eines Einkaufs oder einer Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen.

Unternehmen, die mobile Kommunikation zu einem zentralen Bestandteil ihrer Marketing-Strategie machen, verschaffen sich einen Wettbewerbsvorteil.

Mobile stellt Desktop in den Schatten

In Folge dieser Entwicklung gehen Experten davon aus, dass die globale Nutzung des Mobile Web bereits im Jahr 2014 die Nutzung des traditionellen Desktop Internets übersteigen wird.

 
 

Lösungsansätze

Für KMU stellt sich die Frage, wie sie die Unternehmenswebsite zu vernünftigen Kosten für die mobile Nutzung vorbereiten. Dazu gibt es generell drei Möglichkeiten:

  1. Adaptives Design (Mobile Website)
  2. Responsive Design (Automatische Anpassung an das jeweilige Ausgabegerät)
  3. Aus Kostengründen darauf verzichten

Adaptives Design

Dies ist in der Regel eigene mobile Website die über eine spezifische Struktur verfügt.  Die Umsetzung als einfache Mobilseiten garantiert eine hohe Schnelligkeit. Gleichzeitig ist die Lösung unflexibel und nur für bestimmte Display-Grössen optimiert. Meistens wird dem Nutzer daher die Möglichkeit gegeben «Desktop-Ansicht» der Website zu wechseln um, den Originalinhalt zu sehen. Mobile Webseiten haben typischerweise nicht den gleichen Informations- und Funktionsumfang wie ihre grossen Brüder.

Responsive Design

Diese Technik gestaltet das Layout einer Website so flexibel, dass deren Inhalte mit nur einer Version auf Desktop-Computern, Tablets und Smartphones gleichsam benutzerfreundlich dargestellt wird. Damit entfällt die Entwicklung einer speziellen Website für mobile Geräte. So reduziert sich der Pflegeaufwand, da alle Inhalte nur einmalig angelegt werden und dem mobilen Nutzer steht das gesamte Informationsangebot zur Verfügung.

Angesichts des raschen Verbreitung von Tablets und Smartphones glaube ich, dass 2013 das Jahr wird, in dem Responsive Design abhebt.
— Pete Cashmore, CEO Mashable
 

Video Demo: Responsive Design

 
Responsive Design wird von vielen Experten als die Zukunft moderner Websites angesehen.
— Werner Müller, Inhaber say when GmbH
 

Die Zukunft ist mobil.

Es gibt keinen Zweifel - die Zukunft ist mobil. Das enorme Wachstum des mobilen Internets wird dazu führen, dass dessen Nutzung das traditionelle Desktop-Internet  bald überflügeln wird. Unternehmen, welche sich dem Informations- und Kaufbedürfnis Ihrer Kunden anpassen, werden einen klaren Wettbewerbsvorteil erzielen.

Wenn Sie Ihr Unternehmen darauf vorbereiten möchten, beraten wir Sie gerne. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf. Wenn Sie mehr über das mobile Web erfahren möchten, empfehlen wir einen Blick auf die faszinierende Infografik von dekh.

Have an inspired day!
say-when.ch

 
 
 
 
 
Is Mobile Internet Taking Over Desktop Usage?
Explore more infographics like this one on the web's largest information design community - Visually.

Mit der Informationsflut richtig umgehen - Fachartikel im «KMU-Magazin»

Das «KMU-Magazin», die Schweizer Fachzeitschrift für Geschäftsleitung und Verwaltungsrat, hat in der Ausgabe 4/2013 den Artikel «Mit der Informationsflut richtig umgehen» publiziert.

Dabei geht es um smarte Überlebensstrategien wie die Magie der Marke, um als KMU erfolgreich im «Informations-Tsunami» zu kommunizieren.

Autor ist Werner Müller, Geschäftsführer der say when GmbH. Wir stellen unseren Lesern den Artikel gerne mit freundlicher Genehmigung des «KMU-Magazin» als pdf-download zur Verfügung.

Portrait

Das «KMU-Magazin» erreicht mehr als 65 Prozent der Inhaber, Geschäftsführer oder höheren Kadermitglieder mittelständischer, deutsch-schweizerischer Unternehmen. Es erscheint 10 Mal pro Jahr und hat 118'000 Lesende, davon 25'000 Leader mit 10'000 Top-Leader. Das «KMU-Magazin» ist mit dem Gütesiegel «Q-Publikation» vom Verband Schweizer  Presse ausgezeichnet.

www.kmu-magazin.ch

«Hidden Champions» - die unbekannten Weltmarktführer

In der Schweiz, Deutschland und Österreich gibt es mehr als 1500 Weltmarktführer. Dabei sind diese KMU in der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt. Diese «Hidden Champions» haben sich mit Spitzenleistungen erfolgreich an die globalisierte Welt der Zukunft angepasst, die durch den Aufstieg Chinas und weiterer Schwellenländer geprägt ist. Die unbekannten Weltmarktführer trotzen der Konkurrenz und viele sind aus der Wirtschaftskrise gestärkt hervorgegangen. Was zeichnet diese Unternehmen aus und was sind ihre Erfolgsstrategien?

Am Schweizerischen Marketing-Tag 2013 im KKL Luzern hielt Prof. Hermann Simon eine spannende Keynote zu diesem Thema. Der Experte für Strategie, Marketing und Pricing ist Autor des im August 2012 erschienenen Buches «Hidden Champions - Aufbruch nach Globalia: Die Erfolgsstrategien unbekannter Weltmarktführer».

Erfolg im Export

Die Hidden Champion im deutschsprachigen Raum sind vor allem wegen ihrer Exportstärke erfolgreich. Wenn man sich die Pro-Kopf-Exporte ansieht, stehen die Schweiz und Deutschland weltweit an der Spitze. Dabei stammen die Exporte grösstenteils von KMU. In Deutschland werden beispielsweise etwa 70 % der Exporte vom Mittelstand realisiert.

Quelle: Simon, Kucher & Partners

Auffällig ist die grosse Zahl und das wirtschaftliche Gewicht der Hidden Champions im deutschsprachigen Raum. Sie sind in der Welt ein einzigartiges Phänomen. Dabei stellt sich die Frage, was ein Hidden Champion überhaupt ist. Prof. Hermann Simon gibt folgende Definition:

  • Im gewählten Marktsegment Top 3 in der Welt oder Nr. 1 im eigenen Kontinent
  • Weniger als 5 Mrd. € Umsatz
  • Geringer Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit

Wenn man die Anzahl an Hidden Champion Unternehmen pro Mio. Einwohner betrachtet liegt der deutschsprachige Wirtschaftsraum weltweit an der Spitze. Unter den ersten vier Rängen befinden sich Deutschland, Luxemburg, die Schweiz und Österreich.

Quelle: Simon, Kucher & Partners

Trotz dieser aussergewöhnlichen Wirtschaftsleistung kennt die breite Öffentlichkeit diese Unternehmen nicht. Es gibt ein Ungleichgewicht zwischen ihrer Bedeutung und ihrer Präsenz in den Medien. So haben KMU in Deutschland im Vergleich zu Grossunternehmen lediglich eine Medienpräsenz von rund 16 %, stellen aber gleichzeitig 80 % der Arbeitsplätze.

Erfolgsstrategien der Hidden Champions

«Es gibt keine monokausale Erklärung für die grossen und dauerhaften Erfolge der Hidden Champions», schreibt Simon in seinem Buch. Aber wesentlich sei eine Strategie, die aus zwei Pfeilern besteht:

  • Spezialisierung in Produkt und Knowhow: Damit können Unternehmen Weltklasse werden, schränken aber auch den Markt ein
  • Globale Präsenz: Erweiterung des anvisierten Marktes durch weltweite Vermarktung

Damit verbinden diese Unternehmen Spezialisierung als Voraussetzung für Weltklasse mit Globalisierung als Voraussetzung für genügend grosse Märkte. Weiterhin lassen sich nach Simon strategische Erfolgsfaktoren auf drei Ebenen beobachten.

  1. Ausserordentliche Kundennähe, enger Fokus und Wettbewerbsvorteile
  2. Beharrliche Innovation, Tiefe der Leistung und Hochleistungsmitarbeiter
  3. Inspiration und Führung mit ambitiösen Zielen

Wir möchten aus diesen Erfolgsfaktoren insbesondere drei herausstellen.

Innovationsleistung

Hidden Champions arbeiten beharrlich an der Verbesserung ihrer Spitzenleistungen. Dabei sind Markt & Technologien die wesentlichen Antriebskräfte der Innovation. Hidden Champions weisen gegenüber Globalen Top 1000 Unternehmen eine 50 % höhere Intensität bei Forschung und Entwicklung auf. Gegenüber normalen Firmen ist sie sogar doppelt so hoch.

Diese Innovationskraft schlägt sich auch in Patenten nieder. Gegenüber Grossunternehmen haben Hidden Champions pro Mitarbeiter rund 500 % mehr Patentanmeldungen. Gleichzeitig betragen die Kosten pro Patent nur etwa 20 % gegenüber den Kosten bei Grossunternehmen.

Inspiration

Eine wichtige Wurzel der Erfolge dieser Weltklasseunternehmen liegt in ihrer Führung. Man versteht es, Mitarbeiter zu inspirieren und für das Unternehmen zu begeistern. Dies geschieht oft über sehr ambitionierte Zielsetzungen.

Hidden Champions streben eindeutig nach Marktführerschaft. Allerdings wird diese nicht nur als Marktanteil verstanden. Diesen Unternehmen geht es eher darum, mit ihren Spitzenleistungen die Standards in ihrem Markt zu setzen und sich zum Benchmark der Branche zu entwickeln.

Die Führungspersonen der Hidden Champions zeichnen sich dabei durch eine hohe Kontinuität des Chefs aus und durch deren Identität von Person und Mission. Vielfach sind dies Familienunternehmen, in denen ein Patron die Vision langfristig verkörpert. Dabei führen sie effektiv, organisieren schlank und etablieren eine Hochleistungskultur.

Der Erfolgsfaktor Inspiration ist uns schon von Simon Sinek bekannt. Er zeigt auf, dass aussergewöhnlich erfolgreiche Unternehmen ein Geheimnis kennen: Sie inspirieren Menschen! Denn Kunden kaufen nicht nur was man anbietet, sondern auch warum ein Unternehmen dies tut.

Kundennähe

Eine ausserordentliche Kundennähe ist nach Prof. Hermann Simon bei den Hidden Champions die grösste Stärke überhaupt. So haben diese im Vergleich zu Grossunternehmen einen 3-4x höhere Häufigkeit im regelmässigen Kundenkontakt. Diese intensive Nähe zum Kunden stärkt die Beziehung, lässt Marktchancen schneller erkennen und ist ein wertvoller Input für zukünftige Innovationsleistungen anhand der Orientierung an den Bedürfnissen der Kunden.

Spannend ist das Verhältnis von Kundennähe und Marketingprofessionalität im Vergleich zu Grossunternehmen. Während diesen mehr Know-how und finanzielle Mittel im Marketing zur Verfügung steht, gleichen Hidden Champions dies mit ihrer ausgeprägten Kundennähe aus.

Quelle: Simon, Kucher & Partners

Dies ist auch eine zentrale Motivation der say when GmbH: Chancengleichheit im globalen Wettbewerb für Schweizer KMU. Deshalb bieten und teilen wir internationales Marketingwissen, sowie neue Erkenntnisse und Methoden. Unsere Kunden werden inspiriert und setzen so Impulse für Veränderungen.  Sie arbeiten an Projekten, die eine neue Zukunft schaffen.

So können KMU sich in der globalisierten Welt noch besser behaupten. In der Kombination von Marketingprofessionalität und ausserordentlicher Kundennähe schaffen sie bei der globalen Vermarktung ihrer spezialisieren Spitzenleistungen eine erfolgreiche Zukunft.

www.say-when.ch

Portrait Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Simon

Der Experte für Strategie, Marketing und Pricing berät Unternehmen weltweit und wurde zum einflussreichsten lebenden Managementdenker im deutschsprachigen Raum gewählt. Als Professor für Betriebswirtschaftslehre und Marketing unterrichtete er an den Universitäten Mainz und Bielefeld. Hermann Simon lehrte auch als Gastprofessor an Hochschulen wie Harvard Business School, Stanford University, INSEAD, Keio-University und London Business School.

Soeben wurde sein neuestes Buch «Hidden Champions – Aufbruch nach Globalia» veröffentlicht. Es gehört zu einer Reihe von über 30 Büchern, die in 25 Sprachen übersetzt wurden und erschien 2012 im Campus Verlag (ISBN-10: 3593397145).

Nielsen: Soziale Netze sind den Kinderschuhen entwachsen

Nielsen und NM Incite haben den «Social Media Report 2012» veröffentlicht. Demnach werden soziale Netzwerke erwachsen. Die Megatrends: Mobile Nutzung und das globale Wohnzimmer. Der grosse Gewinner: Pinterest.

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Laut dem Nielsen verbringen wir 58% mehr Zeit mit sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter. 20 Prozent der PC-Nutzung und sogar 30 Prozent der Zeit mit mobilen Geräten. Besonders beliebt sind dabei Apps: der Zeitaufwand ist um 76 % Prozent  gestiegen.

Facebook dominiert

In den USA ist das dominierende Netzwerk weiterhin Facebook gefolgt von Twitter, wenn man die Blogging-Plattformen Blogger und Wordpress ausklammert. Das Business Netzwerk LinkedIn liegt in dieser Betrachtungsweise auf Platz 3. Der grosse Gewinner ist Pinterest. Die Online-Pinnwand ist bei besonders bei Frauen beliebt und weist seit dem Start im letzten Jahr ein exponentielles Wachstum auf.

Nutzung verschiebt sich in Richtung Mobile

Für die Nutzung von sozialen Netzwerken werden immer öfter Smartphones und Tablets verwendet. 46 % der Nutzer geben an, ihr Smartphone für den Zugang zu benützen und 16 % ihre Tablets. Der PC fällt leicht zurück, bleibt aber weiterhin der meist genutzte Kanal.

Das globale Wohnzimmer

Die parallele Nutzung von TV und mobilen Geräten ist unter dem Stichwort «Second Screen» schon einige Zeit ein Trend. Der «Social Media Report» verdeutlicht das Phänomen mit Zahlen: 41 % der Tablet Nutzer und 38 % der Besitzer eines Smartphones verwenden die Geräte täglich parallel zum Fernsehen. Fast ein Viertel der Zuschauer im Alter von 18-34 Jahren kommentieren was im Fernsehen läuft noch während der Sendung.

Der soziale Kundenservice

Soziale Netzwerke haben sich in den USA zu einem wichtigen Kanal im Kundenservice entwickelt. Fast 50 % der Kunden kontaktieren Unternehmen über diesen Weg für Rückmeldungen oder einfach auch um Fragen zu stellen. 30 % der Nutzer von sozialen Netzwerken bevorzugen diese bei Serviceanfragen gegenüber dem Telefon. Die am meisten verwendete Plattform ist dabei Facebook.

Im Allgemeinen wird die Nutzung von soziale Netzwerken gut bewertet. 76 % der Nutzer geben an, damit positive Gefühle zu verbinden. Den «Social Media Report 2012» kann man im Nielsen Blog abrufen:

http://blog.nielsen.com/nielsenwire/social/2012/

Foto: ryaninc (Creative Commons)

Überleben im «Informations-Tsunami»

Die mobile Revolution hat begonnen. 2013 wird es erstmals mehr Smartphones und Tablets geben als PCs und Notebooks. 15 000 neue Apps kommen wöchentlich auf den Markt. Die Entwicklung ist rasant und dynamisch. Daher müssen Kommunikationsprofis neue Wege gehen, um ihre Botschaften ans Ziel zu bringen.

Selbst Google und YouTube sind von den Wachstumsraten mobiler Anwendungen überrascht. Der mobile Zugang steigert die Verfügbarkeit von Informationen und lässt die schiere Menge exponentiell wachsen. Wie dringen KMU im Informations-Tsunami noch zu ihren Zielgruppen durch?

Anspruchsvolle Zeiten

Die Informationsüberlastung ist neben dem Hyperwettbewerb eine der zentralen Herausforderungen für die Kommunikation von Unternehmen. Eine Sturmflut von Informationen. Aber ist es wirklich so schlimm? Nein. Schlimmer.

Neue Wege sind gefragt, um Botschaften zielsicher zum Empfänger zu steuern einerseits; und andererseits, um die Empfänger überhaupt auf Empfang zu stellen. Wir beleuchten hier die Hintergründe und Entwicklung der Informationsflut und zeigen Lösungswege auf. Denn für KMUs gibt es smarte Überlebensstrategien, wie zum Beispiel die Magie der Marke, um erfolgreich im Informations-Tsunami zu kommunizieren.

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Die Medienentwicklung

Wir kennen die Zahl: In westlichen Industriestaaten herrscht eine Informationsüberlastung von 98 %. Oder anders ausgedrückt: Wir nehmen nur noch 2 % der Informationen bewusst war, denen wir täglich ausgesetzt sind. Dies war allerdings schon Mitte der 1980er Jahre der Fall. Ein Blick auf die Medienentwicklung zeigt, dass die Informationsflut weiter rasant zunimmt.

1990er - Aufstieg der Werbung

Die Privatisierung von Radio und TV hatte zur Folge, dass es zu einer starken Zunahme von Werbung kam. Radiowerbung nahm in der Schweiz bis 2001 um rund 500 % zu und TV Spots sogar um 1 600 %. In den 1980er Jahren waren wir täglich 650 Werbekontakten ausgesetzt. Heute sind es zwischen 2 500 und 5 000.

2000er - Aufstieg des Internet

Das Internet verstärkt die Entwicklung der Informationsüberlastung mit einer bislang unbekannten Dynamik. Um 50 Millionen Nutzer zu erreichen benötigte das Radio 38 Jahre, TV nur noch 13 Jahre. Das World Wide Web eroberte diese Anzahl von Nutzern in nur 7 Jahren.

In der zweiten Hälfte der 2000er entstand ein zusätzliches Phänomen: Soziale Netzwerke, allen voran Facebook. Und damit kommt es zum sogenannten Facebook-Effekt. Wir kennen die Zahlen (Stand 11/2012): über 1 Milliarden aktiver Nutzer bei einer Marktdurchdringung in der Schweizer Bevölkerung von rund 40 %. Spannend ist aber, welche Auswirkung Facebook auf die Aufmerksamkeit im Internet hat. Laut einer aktuellen Studie von Nielsen besucht der Durchschnittsnutzer in den USA pro Monat etwa 95 Websites mit 2 800 Seiten. Und allein 800 davon befinden sich in Facebook. Also etwa 30% dessen, was wir im Web sehen, passiert bereits in Facebook. Es ist eine Art schwarzes Loch, das die Aufmerksamkeit im Internet mehr und mehr an sich zieht.

Beeindruckende Zahlen zum Phänomen Soziale Netzwerke zeigt das Video «Social Media Revolution» von Eric Qualman. Jetzt in der aktualisierten Version 2013.

2010er - Die mobile Revolution

Aktuell erleben wir die mobile Revolution. Erst kürzlich hat die Anzahl aktiv genutzter Smartphones 1 Milliarde überschritten. Beeindruckend, wenn man sich vor Augen hält, dass die aktuelle Dynamik erst vor etwa 5 Jahren mit dem Launch des iPhones so richtig ins Rollen kam. Und das Potenzial ist weitaus grösser: weltweit gibt es derzeit insgesamt 6 Milliarden Mobiltelefone. Durch Smartphones und auch Tablets ist eine weitere Informationsflut entstanden: Apps! Während weltweit wöchentlich 100 Filme und 250 Bücher veröffentlicht werden, kommen 15 000 neue Apps auf den Markt. Jede Woche!

Die Entwicklung ist äusserst dynamisch. Selbst Google ist davon überrascht. Eric Schmidt, unterstreicht den Trend: «Jeden Monat, jedes Quartal und jedes Jahr übersteigt die Wachstumsrate der mobilen Anwendung alle Erwartungen. Heutige Telefone sind inzwischen so nützlich, dass sie für viele Menschen bei täglichen Aufgaben den PC ersetzen.» Auch YouTube Manager Robert Kyncl kommt zu einem ähnlichen Schluss. «Wir erleben aktuell eine massive Veränderung im Kundenverhalten. Der Anteil mobiler Zugriffe auf YouTube hat sich in den letzten 18 Monaten von 6 % auf 25 % erhöht.» Die mobile Nutzung hat sich somit mehr als vervierfacht.

Wo wir gerade von YouTube sprechen: Aktuell werden 100 Stunden Videomaterial auf der inzwischen zweitgrössten Suchmaschine veröffentlicht. Pro Minute! Noch 2007 waren es lediglich 8 Stunden. Das heutige Volumen entspricht einer Laufzeit von 70 000 Spielfilmen pro Tag. Stellen Sie sich das als DVD Boxen vor. In der Tat eine Sturmflut von Informationen.

Herausforderungen

Man könnte auf die Idee kommen, dass die Informationsüberlastung ausschliesslich bei einer jungen Zielgruppe der Fall ist. Oder dass es sich im B2B-Bereich völlig anders verhält. Eine Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Hochschule Luzern kommt allerdings zum Ergebnis, dass Informationsüberlastung auch für Schweizer KMU die grösste Herausforderung in der Kommunikationsarbeit ist.

Es stellt sich die Frage, wie sich Unternehmen in der Sturmflut von Informationen behaupten können? An der Hochschule Luzern werden beispielsweise folgende Lösungsansätze für KMU diskutiert.

Lösungsansätze

Effektivität und Effizienz

Kreative, emotionale und innovative Kommunikation sowie Beziehungsmanagement werden von vielen KMU bereits genutzt. Wie die Studie jedoch gezeigt hat, liegt das Potenzial in der strategischen Planung und der effektiven Integration der Kommunikation. Denn nur rund die Hälfte der KMU geben an, eine Strategie schriftlich formuliert zu haben.

Mit strategischer Planung und integrierter Kommunikation optimieren KMU die Zielerreichung und Wirtschaftlichkeit ihrer Unternehmens- und Marketingkommunikation. Kern ist die Entwicklung der obersten Zielsetzung der Unternehmenskommunikation: die «strategische Positionierung». Die Kommunikation des Unternehmens wird auf klare Ziele ausgerichtet.

Ein hierarchisches System ordnet Botschaften und Instrumente für alle relevanten Ziel- und Bedarfsgruppen. Eine instrumentelle, zeitliche, sprachliche, formale und inhaltliche Integration der Kommunikation konzentriert die Kräfte. Es entsteht mehr Effektivität in der Kommunikation, damit die Botschaften eines Unternehmens wirken, beim richtigen Empfänger ankommen und dort verstanden werden.

Markenkraft

Und es gibt eine Lösung, mit der Unternehmen ihre Zielgruppen nicht mehr mit kommunikativen Massnahmen verfolgen und belagern müssen: werteorientierte Markenstrategie. Hierbei sendet das Unternehmen Signale aus, die Mensch anziehen, so dass sich automatisch eine Gefolgschaft, oder besser gesagt eine Fangemeinschaft bildet. Zwischen Unternehmen und Kunden entsteht eine gegenseitige Anziehung erzeugt durch die Kraft der Unternehmens- und Markenwerte.

Unternehmensmarken geben Orientierung, differenzieren und verleihen einem Leistungsangebot eine höhere Anziehungskraft als das reine Produkt. Kern ist die Definition von Markenwerten. Denn Marken ziehen Menschen über Werte an. Oder einfach ausgedrückt: Menschen kaufen nicht das, was Unternehmen anbieten, sondern warum sie dies tun.

Für Unternehmen kreieren Marken einen Wettbewerbsvorteil: Das Leistungsangebot wird einzigartig und hebt sich von vergleichbaren Produkten anderer Anbieter ab. Ein Mittel gegen die Austauschbarkeit der reinen Produktleistung. Marken sind das zuverlässigste ökonomische Mittel für eine dauerhafte Verbundenheit der Kunden mit dem Unternehmen.

Marken bieten auch die Möglichkeit für eine dauerhafte Preisbereitschaft bei Kunden. Verbraucher sind Marken eher treu, weil sie ein Qualitäts- und Leistungsversprechen erfüllen. So werden Einmalkunden zu Stammkunden. Marken spiegeln die Wertehaltung von Konsumenten. Dadurch können Kunden zu Fans werden, welche die Marke in ihrem Umfeld weiterempfehlen. Insgesamt bieten Marken die Chance für einen höheren Marktanteil und höhere Erträge. Sie sichern ein Unternehmen gegen Nachahmung ab und steigern langfristig seinen Wert.

Werteorientierte Markenstrategien und strategische Kommunikation sind für KMU zwei wirkungsvolle Instrumente in der Sturmflut von Informationen. Mehr dazu auf: www.say-when.ch

Update März 2013

Das «KMU-Magazin», die Schweizer Fachzeitschrift für Geschäftsleitung  und Verwaltungsrat, hat in der Ausgabe 4/2013 den Artikel «Mit der  Informationsflut richtig umgehen» publiziert. Wir  stellen unseren Lesern den Artikel gerne mit freundlicher Genehmigung  des «KMU-Magazin» als pdf-download zur Verfügung.

Das «KMU-Magazin» erreicht  mehr als 65 Prozent der Inhaber, Geschäftsführer oder höheren  Kadermitglieder mittelständischer, deutsch-schweizerischer Unternehmen.  Es erscheint 10 Mal pro Jahr und hat 118'000 Lesende, davon 25'000  Leader mit 10'000 Top-Leader. Das «KMU-Magazin» ist mit dem Gütesiegel  «Q-Publikation» vom Verband Schweizer  Presse ausgezeichnet.

www.kmu-magazin.ch

Beginnen Sie mit der Frage nach dem «Warum»

Menschen kaufen nicht nur das, was Unternehmen anbieten, sondern auch warum sie dies tun.

In einem Meer von Angeboten und einer Sturmflut von Informationen stellt sich die Frage, wie sich Unternehmen erfolgreich behaupten können. Ein möglicher Ansatz, den wir unseren Kunden empfehlen, ist werteorientiertes Branding. Marken ziehen Menschen über Werte an. Denn Werte verbinden. Sie sind die Grundlage für die Anziehungskraft einer Marke.

Buchautor Simon Sinek bringt diesen Ansatz einfach und nachvollziehbar auf den Punkt: Menschen kaufen nicht das was Unternehmen anbieten, sondern warum sie dies tun. Er veranschaulicht dies mit einem einfachen aber kraftvollen Modell: «Der goldene Kreis». Kern ist die Frage nach dem «Warum?»

Demnach weisen alle inspirierende Unternehmen und Organisationen das gleiche Muster auf, wie sie denken, handeln und kommunizieren. Sie kommunizieren im goldenen Kreis von innen nach aussen. Vom «Warum» über das «Wie» hin zum «Was». (Bild: Simon Sinek)

Das «Was» spiegelt die Produkte und Dienstleistungsangebote eines Unternehmens. Dessen sind sich alle Unternehmen zu 100 % bewusst. Schon bedeutend weniger Organisationen setzen sich mit dem «Wie» auseinander. Dies ist das Alleinstellungsmerkmal, der differenzierende Kundennutzen oder neudeutsch auch USP.

Entscheidend ist aber die Frage nach dem «Warum». Sie gibt Antwort auf den Sinn und Zweck eines Unternehmens und macht klar, woran es im Kern glaubt. Und Menschen kaufen nicht nur das, was Unternehmen anbieten, sondern auch warum sie dies tun.

Der goldene Kreis korreliert interessanter Weise mit dem Aufbau des menschlichen Gehirns. Wenn ein Unternehmen von innen nach aussen kommuniziert, spricht es damit direkt das limbische System an. Dieser Teil des Gehirns ist für Gefühle wie Vertrauen und Loyalität verantwortlich. Gleichzeitig werden damit alle Entscheidungen getroffen und das Verhalten gesteuert.

Im Gegensatz dazu auf der Aussenseite der Neocortex. Dieser Teil des Gehirns ist für Vernunft, analytisches Denken und Sprache zuständig. Aber eben nicht für das Auslösen von Handlungen. Um Kaufentscheidungen zu beeinflussen, ist also das «Warum» entscheidend. Es geht um das richtige «Bauchgefühl».

Die Kommunikation der Vision und Werte eines Unternehmens zieht automatisch Kunden mit der gleichen Wertehaltung an. Es entsteht Vertrauen und Loyalität.

Aber warum ist Vertrauen und Loyalität so wichtig? Die Begründung liegt im Gesetz der Verbreitung von Innovationen. Demnach müssen für eine breite Akzeptanz für ein Produkt oder eine Idee zuerst die Gruppen «Innovatoren» und «Early Adaptor» überzeugt werden, die etwa 15 % der Bevölkerung ausmachen. Die breite Mehrheit richtet sich in ihren Entscheidungen nach dieser Gruppe, die sich in ihrem Verhalten stark nach den eigenen Wertvorstellungen ausrichtet.

Menschen kaufen bei inspirierenden Unternehmen, nicht weil sie es müssen, sondern weil sie es wollen. Aus Kunden werden dadurch loyale Fans, die durchaus bereit sind, mehr für entsprechende  Angebote zu zahlen. Solche Unternehmen sind langfristig erfolgreicher und erwirtschaften einen höheren Gewinn. Und sie haben alle eine Gemeinsamkeit. Sie denken, handeln und kommunizieren von innen nach aussen und beginnen mit der Frage nach dem Warum? Ihre Reise beginnt mit ihren Werten.

Den spannende Vortrag von Simon Sinek steht auf der TED Website mit deutschen Untertiteln zur Verfügung und ist dort auf Platz 7 der meist gesehenen Videos.

Hier für Sie das Video zum wahrscheinlich einfachsten Marketing Modell der Welt und dessen kraftvolle Wirkungsmechanismen.

Die Zukunft ist mobil.

Die aktuelle Dynamik der Entwicklung überrascht selbst Google.

Ein zentrale Herausforderung für die Kommunikation von Unternehmen ist die zunehmende Informationsüberlastung. Dieser Trend wurde in den letzten Jahren vor allem durch das mobile Internet verstärkt, welches wir über Smartphones und Tablets pausenlos verfügbar haben. Neuste Kennzahlen zeigen, dass die Entwicklung noch dynamischer ist als angenommen. YouTube spricht aktuell von einer massiven Veränderung im Nutzerverhalten. Eric Schmidt, Verwaltungsratsvorsitzender von Google, erklärt, dass die Wachstumsraten mobiler Anwendungen alle Erwartungen übertreffen. Und neuste Studien zur E-Mail Nutzung kommen zu überraschenden Ergebnisse.

YouTube Manager Robert Kyncl informierte an der Konferenz «Media Summit» in Abu Dhabi, dass bereits ein Viertel aller Zugriffe auf das Videoangebot des Tochterunternehmens von Google durch mobile Endgeräte erfolgen. "Wir erleben aktuell eine massive Veränderung im Kundenverhalten. Der Anteil mobiler Zugriffe auf YouTube hat sich in den letzten 18 Monaten von 6 % auf 25 % erhöht." Die mobile Nutzung hat sich somit mehr als vervierfacht.

Auch der Verwaltungsratsvorsitzende von Google, Eric Schmidt, unterstreicht in einem Interview mit Walt Mossberg und Kara Swisher vom Wallstreet Journal diese Entwicklung. "Jeden Monat, jedes Quartal und jedes Jahr übersteigtdie Wachstumsrate der mobilen Anwendung alle Erwartungen. Heutige Telefone sind inzwischen so nützlich, dass sie für viele Menschen bei täglichen Aufgaben den PC ersetzen." Dabei sei der Markt für mobile Lösungen weitaus grösser als der PC Markt. Schmidt schätzt letzteren auf 1 bis 1.5 Milliarden installierter Einheiten, während bereits 6 Milliarden Menschen ein Mobiltelefon nutzen. Der Anteil an Smartphones sei derzeit etwa 1 Milliarde.

Zu den zukünftigen Megatrends befragt, nannte Eric Schmidt "Mehr Mobilität". Demnach würde die nächste Generation von Startup Unternehmen sich zuerst auf die Entwicklung mobiler Applikationen fokussieren und erst in einem zweiten Schritt Informationsangebote im Web anbieten.

Die zunehmende Bedeutung mobiler Informations- und Kommunikationstechnologie zeigt auch eine Studie von Litmus, ein Unternehmen im Bereich der E-Mail Analyse. Demnach haben mobile Endgeräten inzwischen Desktoplösungen überholt. Mit 36 % haben sie den höchsten Anteil beim Öffnen von E-Mails. Die mobile Nutzung sei in den Letzen 6 Monaten um 80 % gestiegen. Dies zeige sich auch im Marktanteil der verwendeten E-Mail Programme. So wurde Outlook von Microsoft vom iPhone überholt, welches nun mit 20 % aller geöffneten Mails an erster Stelle liegt.

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Der Trend zu mehr Mobilität ist augenscheinlich. Dies bietet Unternehmen einerseits neue Chancen, um mit ihren bestehenden und potentiellen Kunden zu kommunizieren. Gleichzeitig verstärkt die zunehmende Mobilität das Phänomen der Informationsüberlastung. Es stellt sich die Frage, wie die  Botschaften von Unternehmen in dieser Flut von Informationen überhaupt noch den richtigen Empfänger finden.

Die say when GmbH berät ihre Kunden in der Effizienzsteigerung von Unternehmenskommunikation zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen. Lösungsansätze sind Konzepte für Strategische Kommunikation und wertorientierte Markenstrategien.

Facebook macht mobil

Mark Zuckerberg: Apps für iOS und Android sind die Zukunft!

Die zunehmende Informationsüberlastung ist eine der wichtigsten Herausforderungen für die Kommunikation von KMU. Es stellt sich die Frage, wie sich Unternehmen in einem Meer von Angeboten und einer Sturmflut von Informationen noch erfolgreich von Mitbewerbern abheben können.

Die wichtigsten Treiber dieser Entwicklung sind soziale Netzwerke und mobiles Internet, welches wir über Smartphones und Tablets pausenlos verfügbar haben. Hier sind es vor allem Apps, die auf diesen Geräten laufen und uns Informationen zur Verfügung stellen. Doch selbst führende Unternehmen haben diesen Trend lange Zeit verschlafen.

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Ein interessantes Bespiel ist Facebook. Historisch kommt man aus der Entwicklung einer Desktoplösung in Form der Facebook Website. Als mobiles Internet immer mehr an Bedeutung gewann, entschied man sich vor rund 2 Jahren auf die Technologie HTML5 zu setzten. Der Vorteil dieser Lösung sollte sein, das Facebook Endgeräte wie Smartphones und Tablets verschiedener Hersteller mit ein und derselben Plattform bedienen kann.

In einem Interview mit Michael Arrington anlässlich der Web-Konferenz "Disrupt" bereut Facebook CEO Mark  Zuckerberg nun diese Entscheidung: "Es war unser grösster strategischer  Fehler, dass wir zu lange an HTML5 festgehalten haben. Wir waren einfach  nicht in der Lage die Qualität zu erreichen, die wir uns vorgestellt  hatten. Wir haben 2 Jahre verloren und das ist wirklich schmerzvoll."

Nun fokussiere Facebook primär auf native Apps für die mobilen Betriebssysteme iOS von Apple und Android von Google. "Das ist die Zukunft!" unterstreicht Mark Zuckerberg seine strategischen Überlegungen. Denn mobile Lösungen hätten gewaltige Vorteile:

  • Mehr Benutzer
  • Benutzer verbringen mehr Zeit und haben eine höhere Interaktion
  • Facebook kann damit mehr Geld verdienen

Die kürzlich überarbeitete Facebook App für iOS von Apple zeige bereits, dass dies der richtige Weg sei. So hätte sich die Anzahl der auf Facebook gelesenen Neuigkeiten mit dieser neuen App bereits verdoppelt.

Das Thema "Mobil" wurde bislang häufig als Schwachstelle Facebooks bezeichnet. Nun sorgte Mark Zuckerberg in seinem ersten öffentlichen Auftritt nach dem Börsengang für Klarheit in der strategische Ausrichtung: Facebook macht mobil.

Dadurch wird Facebook für KMU einerseits eine noch effektivere Plattform, um mit sich mit den eigenen Kunden zu vernetzen. Gleichzeitig wird die neue Ausrichtung von Facebook einen weiteren Beitrag zur Informationsüberlastung leisten.

Die say when GmbH unterstütz ihre Kunden mit Konzepten für strategische Kommunikation und wertorientiertes Branding, um sich entscheidende  Wettbewerbsvorteile in dieser Flut von Angeboten und Informationen zu sichern.

Das komplette Interview mit Mark Zuckerberg steht auf der Website von Techcrunch als Video zur Verfügung und bietet sehr interessante Einblicke in die Strategie von Facebook.

Foto: Kevin Krejcj (creative commons)

Starke Marken steigern ihren Wert auch in unsicherer Wirtschaftslage

Das Analyseunternehmen Millward Brown hat die aktuellen Ergebnisse der jährlichen Studie zu den 100 wertvollsten Marken veröffentlicht. Auf dem ersten Platz liegt zum zweiten mal Apple mit einem Wertzuwachs von 19% und einem Wert von 182.9 $Mrd.

Rangfolge 2012 nach Markenwert ($Mrd.)

  • Apple: 182,9
  • IBM: 115,9
  • Google: 107,8
  • McDonald's: 95,1
  • Microsoft: 76,6

Interessant ist dabei, dass starke Marken ihren Wert auch in unsicheren Zeiten steigern können. «Marken sind wie eine Versicherung für Unternehmen» meint Eileen Campbell, CEO von Millward Brown. «Marken helfen Unternehmen bei der Differenzierung im Wettbewerb, ermöglichen ein Preispremium und sind widerstandsfähiger in Krisen oder wirtschaftlichen Turbulenzen» ergänzt David Roth vom Mutterkonzern WPP.

Spannend ist auch der direkte Vergleich von Wettbewerbern. Samsung hat beispielsweise im Bereich Smartphones Apple nach verkauften Stückzahlen überholt. Allerdings hat  Apple als wertvollste Marke allein mit dem iPhone im ersten Quartal 2012 einen Umsatz von $22.7 Mrd. erzielt. Demgegenüber steht ein Umsatz von $17 Mrd. der gesamten Mobilsparte von Samsung.

Ein weiterer Hinweis, dass Marken eine höhere Anziehungskraft haben, als das reine Produkt und höhere Erträge ermöglichen. Dies schlägt sich auch im Markenwert nieder. Samsung liegt mit $14.1 Mrd. auf Rang 55 während Apple als wertvollste Marke mit $182.9 Mrd. einen dreizehnfach höheren Wert aufweist. 

Auch für KMU ist fundiertes Branding eine Strategie, um sich in wirtschaftlich unsicheren Zeiten zu behaupten und sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Die say when GmbH hat speziell für KMU ein Dienstleistungsangebot für strategische Kommunikation und wertorientiertes Branding entwickelt.

Weiter Infos: www.say-when.ch

Foto: Werner Müller

Schweiz: höchster Anteil an Facbook Nutzern im deutschsprachigen Raum

Socialbakers, ein Unternehmen welches sich auf Analysen im Bereich sozialer Netzwerke spezialisiert hat, bietet auf seiner Website Statistiken zur Penetrationsrate von Facebook an. Demnach hat die Schweiz den höchsten Anteil an Facebook Nutzern im deutschsprachigen Raum:

  • Schweiz: 38.1%
  • Österreich: 33.8 %
  • Deutschland: 28.62 % (Stand: Mai 2012)

Im Schweizer Markt ist die Effizienz der Kommunikation von Unternehmen eine zentrale Herausforderung für KMU. Einerseits sind die Werbeausgaben pro Kopf im europäischen Vergleich in der Schweiz am höchsten. Dazu kommt der Turboeffekt durch mobile Kommunikation und soziale Netzwerke. Jeder zweite Schweizer ab 15 Jahren besitzt laut SF inzwischen ein Smartphone. Und soziale Netzwerke wie Facebook weisen inzwischen einen hohen Verbreitungsgrad auf, wie die oben genanten Zahlen verdeutlichen.

Der Facebook Effekt

Facebook entwickelt sich laut Robert Tercek zu einer Art «schwarzem Loch», welches immer mehr die Aufmerksamkeit im Web an sich zieht. Nutzer gingen ins Facebok und kämen so schnell nicht mehr heraus.

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Demnach besucht ein Durschnittsnutzer in den USA pro Monat etwa 95 Websites und sieht sich dabei etwa 2'800 Seiten an. Allein 800 davon befinden sich in Facebook. Also etwa 30% dessen was wir im Web sehen passiert bereits in Facebook. 

Unter diesem Hintergrund ist auch das starke Engagement von Google im Bereich soziale Netzwerke verständlich. Die Aufmerksamkeit im normalen Web geht offensichtlich immer mehr zurück.

Diese Zahlen aus einer Studie von Nielsen hat Robert Tercek in einer sehr interessanten Keynote an der PrimeTime Konferenz in Ottawa vorgestellt.

Foto: Phil Plait 

Creative Commons

Klassische Werbung wird immer uneffizienter

Im Buch "Viral Marketing im E-Business" zeigt Jean-Manuel Leonardi auf, dass klassische Massenwerbung über TV, Radio und Print ein erhebliches Problem mit der Effizienz hat. Konsumenten seien etwa 2'500 bis 5'000 täglich mit ihr konfrontiert. Dabei vermuten Experten, dass 75 % der Kampagnen kein ausgewogenes Kosten-Nutzen-Verhältnis haben. Demnach versickern allein in Deutschland 22 der jährlich 29 Mrd. Euro für Werbung.

In der Schweiz ist das Umfeld für KMU noch herausfordernder. Laut Publicitas liegt die Schweiz im internationalen Vergleich gemessen mit den Werbeausgaben pro Kopf an der Spitze. Im Vergleich mit der EU steht die Schweiz vor Grossbritannien, Belgien und Österreich.

Die Effizienz der Kommunikation ist also eine zentrale Herausforderung für Schweizer KMU.

15 000 neue Apps. Jede Woche!

Die Dynamik in der Entwicklung von Apps für mobile Geräte wie das iPhone, Android Smartphones oder Tablets wie das iPad ist im Vergleich mit traditionellen Medien atemberaubend.

In der New York Times war dazu folgendes zu lesen: «Jede Woche werden weltweit etwa 100 Filme auf den Markt gebracht, zusammen mit ungefähr 250 Büchern». Dieser Ansicht ist Anindya Datta, der Gründer von Mobilewalla, einer Plattform, die Nutzern eine Übersicht im Markt für Apps bietet. «Demgegenüber steht die Veröffentlichung von ungefähr 15 000 neuen Apps pro Woche».